– vom Konzept zur Anwendung.
Der städtische Wirtschaftsverkehr macht einen erheblichen Anteil des urbanen Verkehrsaufkommens aus und ist Verursacher von Emissionen, Flächenkonflikten, Sicherheitsrisiken und Beeinträchtigungen von lebenswerten Innenstädten. Zugleich ist er jedoch zentral für die Versorgung von Kommunen. Fahrräder – insbesondere Lastenräder – bieten ein bislang unzureichend genutztes Potenzial für nachhaltige Transportlösungen im urbanen Raum.
Das Projekt „RadiW“ unterstützt Kommunen dabei, das Lastenrad systematisch im Wirtschaftsverkehr zu verankern. Ziel ist es, bestehende Wissenslücken sowie fehlende Kapazitäten und Werkzeuge zu adressieren und den Transfer von Erkenntnissen in konkrete Maßnahmen zu erleichtern.
Hierzu werden auf Basis aktueller Forschung praxisorientierte Weiterbildungs- und Umsetzungsangebote sowie standardisierte Werkzeuge entwickelt. Diese umfassen unter anderem:
- Bedarfsanalysen
- Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
- Planungsbausteine und
- Kommunikationsleitfäden.
Die Ansätze werden gemeinsam mit Modellkommunen erprobt und anschließend über den „Atlas der Radlogistik“ dauerhaft bereitgestellt.
Zielgruppen des Projekts sind:
- Kommunen (Stadt- und Verkehrsplanung, Klimaschutz-, Mobilitätsmanagement, Wirtschaftsverkehr)
- Verwaltungen
- Multiplikator:innen und Fachpersonen
Verantwortlich für das Projekt ist eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus:
- Radlogistikverband Deutschland e.V.,
- difu – Deutsches Institut für Urbanistik
- Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und
- cargobike.jetzt GmbH
- Laufzeit
- Dezember 2025 bis November 2028
- Fördermittelgeber:
- Bundesministerium für Verkehr (BMV)
- Projektträger:
- Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM)
Weiterführende Links:
Zur Arbeitsgemeinschaft

Der Radlogistikverband Deutschland e.V. bündelt die Themen aller Interessensvertreter:innen in der Radlogistik und besitzt exzellente Kontakte zu den Radlogistikakteuren.

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum. Es unterstützt Kommunen durch praxisnahe Forschung, Beratung und Weiterbildung in zentralen Zukunftsthemen wie Mobilität, Klimaschutz und Stadtentwicklung.

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist eine forschungsstarke Universität mit Schwerpunkten in den Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Das Institut für Engineering von Produkten und Systemen (IEPS) entwickelt interdisziplinäre Lösungen für nachhaltige Produkte, Prozesse und Mobilitätssysteme.
News des Projekts
18.06.2026
Das Forschungsprojekt „RadiW“ sucht kommunale Eigenbetriebe und Fuhrparkverwaltungen, die bereits Erfahrungen mit dem Einsatz von Lastenrädern im Wirtschaftsverkehr gesammelt haben oder entsprechende Maßnahmen aktuell planen und umsetzen.
In einem etwa 45-minütigen Interview möchte das Projekt mehr über bisherige Praxiserfahrungen abfragen:
- Welche Einsatzfelder haben sich bewährt?
- Welche Herausforderungen sind aufgetreten?
- Welche Faktoren haben die Einführung und Nutzung von Lastenrädern erleichtert oder erschwert?
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in praxisnahe Werkzeuge und Unterstützungsangebote ein, die Kommunen künftig bei der Planung und Umsetzung von Radlogistikmaßnahmen unterstützen sollen. Dazu gehören unter anderem Bedarfsanalysen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Planungsbausteine und Kommunikationshilfen.
Das Projekt freut sich über jede Kommune, die ihre Erfahrungen und Einschätzungen teilt. Wenn Sie Interesse an einem Austausch haben, können Sie ganz einfach über den nachfolgenden Calendly-Link einen passenden Termin auswählen:
Nach der Buchung erhalten Sie alle weiteren Informationen, darunter den Einladungslink und eine kurze Einverständniserklärung.
Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei:
David Storm
+49 391 67-58605
Vielen Dank im Voraus für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung
Fördermittelgeber
Das Forschungsprojekt „RadiW – das Rad im Wirtschaftsverkehr“ wird im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) gefördert.



